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Diesen Monat

November 2019: Depression

Depression und Suizid, darum dreht es sich bei uns diesen und nächsten Monat.
Gerade jetzt im Herbst und Winter holt viele der sogenannte "Herbstblues" oder die "Winterdepression" ein, aber auch im restlichen Jahr kann man eine Depression bekommen.

 
Was kann ich tun wenn ich betroffen bin?

Hol dir auf alle Fälle Hilfe! Darüber reden macht es besser. Alles, was du mal aussprichst, was mal raus ist, ist sortierter und wird leichter. Außerdem kann dir dann die Hilfe gegeben werden, die du brauchst.

Kleine Übungen und Skills im Alltag können auch helfen: Führ doch zum Beispiel ein Dankbarkeitstagebuch!

Was kann ich tun wenn Freunde oder Familienmitglieder betroffen sind?

Dazu findet ihr einen Beitrag auf Instagram und Facebook. Sei da, aber ohne den Leuten Druck zu machen. Sei geduldig. Biete deine Hilfe an. Biete an, mit zu Beratungsstellen zu gehen. Biete an, einen Account für unsere Onlineberatung zu erstellen oder gemeinsam hier anzurufen (0800 5458668). Bringe der betroffenen Person ihre Lieblingssüßigkeit zur Stärkung mit. Macht einen schönen Herbstspaziergang. Aber vor allem: Hilf und sucht gemeinsam Hilfe!

Warum reden die Leute so wenig über Depression?

Es ist in der Gesellschaft immer noch nicht angekommen, dass Depressionen eine ganz normale Krankheit sind. Gerade für Männer oder für Personen die in der Öffentlichkeit stehen, ist der Druck groß: Sie müssen immer stark sein, egal was ist. Ohne deutlich erkennbaren Grund traurig sein, das scheint unmöglich. Stigma ist eines der größten Probleme bei der Aufklärung gegen Depressionen! 
Außerdem ist das Gesundheitssystem in dem Zusammenhang echt nicht das allerbeste: Manche spezielle Versicherungen wollen Auskunft darüber, ob man wegen Depression in Behandlung war, Vor manchen Schritten in der Arbeitswelt muss man auch solche Infos darlegen... Das Gute: Die Information "verjährt" irgendwann. So wie ein gebrochenes Bein eben auch heilt!

Wie entstehen Depressionen?

Die Antwort findet ihr schon auf Instagram! Sie können "von außen kommen", also durch schlimme Ereignisse ausgelöst werden. Das muss aber nicht sein: Es kann auch sein, dass einem ganz viele schlimme Dinge passieren und sich keine Depression entwickelt.
Depressionen müssen aber gar keinen konkreten Auslöser haben. Über das Leben hinweg können sich bestimmte Verhaltens- und Denkweisen einfach festfahren und man langsam in die Depression hineinrutschen. Sie können auch komplett ohne Auslöser entstehen, einfach durch ein Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn, die sozusagen gar keine positive Stimmung zulassen. Ihr seht schon: Wer mit Depressionen kämpft, der kann da absolut gar nichts dafür, "Einfach mal lächeln" ist auch nicht immer drin. Gebt euch selbst oder betroffenen Freunden also Zeit! Man kann auf alle Fälle etwas dagegen tun, aber auf Knopfdruck geht's nicht immer.

Was gibt es wissenswertes über Suizid?

Suizid ist die zweithäufigste Todesursache im Jugendalter!

Irrtum 1: "Jemanden auf Suizid anzusprechen, bringt die Person erst recht auf die Idee": Das ist Quatsch! Niemand, der nicht ohnehin suizidgefährdet ist, begeht Suizid. Tatsächlich gefährdete Personen hingegen sind meist enorm erleichtert, wenn sie angesprochen werden und sich Hilfe auftut. 

Irrtum 2: Wer damit droht sich umzubringen, der tut es nicht!": Riesiger Unsinn... Die meisten Suizide können verhindert werden, wenn die meisten werden angekündigt! Nimm deine Freunde und ihre Probleme ernst. Holt euch gemeinsam Hilfe. 

Irrtum 3: "Wer einmal versucht sich umzubringen, versucht es kein zweites mal": Oh doch. Viele, die sich das Leben nehmen, haben es zuvor bereits versucht.

Irrtum 4: "Wer einmal Suizidgedanken hat, der wird sie immer haben": Stimmt nicht! Der Gedanke, sich etwas antun zu wollen ist oft Ausdruck einer aktuellen, ganz akuten Krise. Krisen können vorübergehen, entweder alleine oder mit Hilfe von Freunden, Familie, Beratungsstellen, oder Therapie. Depression ist heilbar!

 

Besucht uns auch auf Instagram und bei Facebook, um alle Infos zu bekommen.

 

In diesem Video vom letzten Jahr erzählt euch die wunderbar ehrliche Sophia, selbst Betroffene von Depression, Borderline und selbstverletzendem Verhalten, was ihr am besten hilft. Tolle Tipps, unbedingt reinschauen:

 

 

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